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Über mich

2020-03-10  6 Minuten Lesezeit

Hallo, schön das du hier bist.

Mein Name ist Claudia Stefan und ich bin Gesundheits- und Ernährungscoach für Low Carb, LCHF und Ketolifestyle sowie Entspannungspädagogin. Meine Zertifikate findet ihr hier. Ich bin aktuell 53 Jahre alt, habe zwei erwachsene Kinder im Studium und lebe mit meinem Mann seit mittlerweile 20 Jahren in der wunderschönen Eifel.

Diagnose Lip-Lymphödem

Durch ein Lip-Lymphödem, das bei mir 2010 diagnostiziert wurde, bin ich zu einer überzeugten „Low Carberin“ geworden. Meine Gewichtsprobleme begannen mit der Geburt meiner beiden Kinder, nach denen mir noch etliche Kilos erhalten geblieben sind, die sich hauptsächlich ab Bauch abwärts verteilt haben. Dazu kam, das ich seit den Schwangerschaften vermehrt unter Wassereinlagerungen in den Knöcheln und Füssen gelitten habe, besonders im Sommer wenn es heiß war. Als Genussmensch habe ich von Diäten nie viel gehalten. Mit FDH habe ich hier und da mal ein paar Kilo abgenommen. Aber sobald ich wieder „normal“ gegessen habe, waren die Kilos auch wieder da, wenn nicht noch mehr als vorher… . Ein wirklicher sportlicher Mensch bin ich auch nie gewesen. Ich vermute das liegt auch daran dass ich als Kind schon keinen Ausdauersport konnte, außer Schwimmen. Mir taten beim Laufen oder Radfahren immer die Beine weh. Könnten das vielleicht schon unsichtbare Vorboten des Lipödems gewesen sein? Im Jahr 2010 bin ich aufgrund der dicken Füßen und den schweren Beinen zu einer Phlebologin gegangen um die Venen überprüfen zu lassen. Ganz schnell stand fest das die Venen in Ordnung sind, aber ich bekam die Diagnose Lip-Lymphödem. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, grade am Abend vorher hatte ich in Stern TV eine Sendung darüber gesehen. Meine Ärztin sagte ich solle mich nicht verrückt machen und überlegen wie lange ich das schon habe (ausgebrochen ist es wohl mit der ersten Schwangerschaft 1995). Nur weil ich jetzt die Diagnose habe, heißt es nicht, dass es direkt viel schlimmer würde. Bis jetzt hatte ich geglaubt mit mehr Disziplin würde ich das Gewichtsproblem wieder in den Griff bekommen….das war wohl nix . Meine Ärztin meinte direkt, nur eine Liposuktion könne wirklich helfen, alles andere lindert nur. Aber wer sich schon mal mit dem Thema Liposuktion beschäftigt hat, weiß auch, dass die Kosten für diese OP locker in den fünfstelligen Bereich gehen. Nun begann also die übliche Karriere eines Ödempatienten: wöchentliche Lymphdrainage, Kompressionsstrumpfhosen (HILFE) und zweimal war ich zur Reha in einer Lymphklinik. Mein Mann hat gesehen wie ich immer mehr gelitten habe und meinte ich solle mich beraten lassen und einen OP-Termin vereinbaren. Mittlerweile war ich an dem Punkt wo ich das dann auch tatsächlich getan habe. Auch weil man ja immer hört das es in den Wechseljahren aufgrund der Hormonumstellung noch viel schlimmer werden kann. Und die waren ja nicht mehr so weit entfernt. Wie ich aber so bin, konnte ich die letzten Zweifel an so einem Rieseneingriff nicht ganz ausräumen. Was passiert wenn die Lymphen noch mehr geschädigt werden? Schließlich liegt alles ganz dicht beieinander. Oder das Fett an anderen Stellen wiederkommt? Auch keine Seltenheit. Oder, oder oder….

Auf zu neuen Wegen

Zufällig bin ich ca. sechs Wochen vor dem OP-Termin auf Low Carb High Fat gestoßen. Wochenlang habe ich mich in das Thema eingelesen und auf den Tag X vorbereitet an dem ich, nun mittlerweile voller Ungeduld, endlich durchstarten wollte. Den OP-Termin habe ich abgesagt.
Gut vorbereitet und mit Rezepten ausgestattet bin ich dann mit LCHF gestartet. Da ich meinen inneren Schweinehund gut kenne war es für mich sehr wichtig Alternativen zu den kohlenhydratreichen Rezepten zu haben, die sonst auf unserem Speiseplan standen. Alles was mich in Versuchung hätte führen können, habe ich aus Kühlschrank und Vorrat verbannt und weitergegeben. Zudem wurde ein wöchentlicher Speiseplan erstellt, damit ich nicht jeden Tag überlegen musste was es denn nun zu essen gibt und einfach wegen Hunger irgendwas gekauft wird. Hunger ist da ein ganz schlechter Ratgeber. Ein Essensplan ist übrigens auch sonst eine gute Sache. Man kauft viel gezielter ein und spart auch noch jede Menge Zeit.

Erfolg stellt sich ein

Die Umstellung auf viel fettreiches Essen (hier muss man natürlich aufpassen das man die richtigen Fette isst) und die Reduzierung der Kohlenhydrate auf 30 g/Tag haben mittlerweile zu einer Gewichtsabnahme von 12 KG geführt, die jedoch noch ausbaufähig sind. Mein Glück dabei war, das ich von klein auf gerne Fett gegessen habe… die Aussage das fettarm gesünder sei, ist schon immer an mir vorbei gegangen. Nur die Kombination mit den Kohlenhydraten vorher war natürlich verhängnisvoll. Sehr zu meiner Freude haben sich meine diversen Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sehr gebessert. Eine leichte Schilddrüsenunterfunktion hat sich verabschiedet. Wassereinlagerungen sind jetzt die absolute Ausnahme… meine Physiotherapeutin meinte das ich keine Lymphdrainage mehr brauche. Die Kompressionsstrumpfhosen - meinen Albtraum - habe ich verbannt. Die Beine tun mir nicht mehr weh, obwohl ich manchmal den ganzen Tag stehe. Das die Beine keine Schönheit mehr werden ist mir auch klar, aber damit kann ich leben, solange sie nicht mehr schmerzen. Heisshungerattacken die mich vor der Ernährungsumstellung geplagt haben (im Schnitt musste ich tagsüber alle zwei bis drei Stunden etwas essen) sind verschwunden und der Süßgeschmack hat sich komplett geändert. Ein Mittagstief kenne ich auch nicht mehr. Beim letzten Check Up war mein Hausarzt der Meinung, dass meine Blutwerte noch nie so gut waren… das war noch ein kleines i-tüpfelchen zusätzlich. Mittlerweile habe ich meine Low Carb Ernährung etwas gelockert und lebe zyklisch ketogen. Mehr als 50-60 g KH/Tag sind es aber auch sonst selten.

Wie geht es weiter?

Um mein Wissen vertiefen und weitergeben zu können habe ich die Ausbildung zum Ernährungs- und Gesundheitscoach für Low Carb, LCHF und Ketolifestyle an der LCHF- Akademie Deutschland abgeschlossen und. Ich bin der Meinung, das jeder das Recht und die Möglichkeit haben sollte, in eigener Verantwortung seine Gesundheit in die Hand zu nehmen. Durch eine natürliche und „artgerechte“ Ernährung ließen sich so viele Krankheiten verbessern oder vermeiden. Sich vom Doc ein paar Pillen verschreiben zu lassen ist natürlich viel einfacher und man muss nicht groß überlegen. Aber wer sich mit dem Thema befasst, wird feststellen das es auch anders und besser geht. Auch ich möchte immer noch weiterlernen. Neben meiner großen Leidenschaft der Kunst und Kreativität - davon wird es meinem Blog auch etwas geben – zählen Fortbildungen und Wissensaneignung zu meinen Hobbies. Zudem koche ich sehr gerne und bin Gastgeber aus Leidenschaft. Das ich die Möglichkeit habe alle diese Aspekte miteinander zu kombinieren ist für mich ein absoluter Glücksfall. Wenn du feststellen möchtest ob Low Carb, LCHF oder Keto auch für dich das Richtige ist, unterstütze ich dich gerne mit all meinem Wissen.